Ziel der Bildungspolitik sind bestmögliche Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler – und zwar unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrem sozialen Status. Das gilt auch für besonders leistungsstarke Kinder und Jugendliche und solche mit bisher unentdeckten Stärken. Mit der gemeinsamen Initiative „Leistung macht Schule“, kurz LemaS, optimieren Bund und Länder ihre Förderung bundesweit.
Die Grundlagen für „Leistung macht Schule“ wurden im November 2016 mit einem gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern gelegt und im Jahr 2020 mit Blick auf den Transfer in die Breite weiterentwickelt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesländer tragen das Projekt gemeinsam und unterstützen mit einem entsprechenden Netzwerk sowie wissenschaftlicher Begleitung.
Die Initiative „Leistung macht Schule“ folgt dem Leitgedanken, Stärken aller Schülerinnen und Schüler im Regelunterricht zu erkennen und ihnen eine Lernentwicklung zu ermöglichen, die ihren Potenzialen angemessen ist.
Die GSF ist vom Hessischen Kultusministerium im Oktober zur LemaS-Transferschule ernannt worden. Über diese Zertifizierung freuen wir uns sehr und noch mehr darüber, unsere Schülerinnen und Schüler in den kommenden Jahren noch besser fordern und fördern zu können – im Sinne ihrer Begabungen (Nischenbegabung, Hochbegabung, Talente,…). Auf Basis aktueller wissenschaftlicher Studien versuchen wir, fortwährend die Potentiale unserer leistungsstarken Schülerinnen und Schülern über AG, Projekte, Wettbewerben, externe Angebote und selbstverständlich im alltäglichen Unterricht auszubauen.
Im LemaS-Programm sieht die GSF die Chance, alle Schülerinnen und Schüler noch umfassender zu fördern und zu fordern und durch die Teilhabe an den Erfahrungen im Netzwerk unsere Ideen weiterzuentwickeln und mit kompetenter Unterstützung umzusetzen. In folgenden Bereichen möchte sich die Gesamtschule Fischbach im Rahmen von LemaS künftig gezielt weiterentwickeln:
· Aufbau geeigneter Diagnoseverfahren zur Identifizierung unterschiedlicher Begabungen und daraus abgeleitete tragfähige Förder- und Forderpläne
· Sensibilisierung aller Lehrkräfte für das „Fordern und Fördern im Regelunterricht“ und Befähigung des Kollegiums zur Erarbeitung und Umsetzung geeigneter differenzierter Lehr- und Lernangebote
· Erarbeitung und Ausbau von Projekten und Unterrichtseinheiten zu selbstreguliertem Lernen mit dem Ziel der Verankerung dieser in den Fachcurricula
· Ausbau der „Enrichment“-Angebote, beispielsweise Pull-Out-Tage im Netzwerk mit anderen Schulen, Digitale Drehtür, Kooperationen mit Universität und Fachhochschulen